Ein Rundgang durch unsere Fischerkirche

Wenn man in die Kirche eintritt, sieht man gleich zur Rechten drei Logen aus dem 19. Jht. Die erste verfügt sogar noch über Fenster und auch hierüber gibt es wieder Geschichten, über die man schmunzeln kann. Die Fenster sollen nämlich einmal dazu gedient haben, die Wärme in der Loge zu behalten, zum anderen sollen sie den Kirchgängern aber auch einen geruhsamen "Kirchenschlaf" ermöglicht haben. Während nämlich Männer mit langen Klatschen die eingeschlafenen Besucher mit einem Schlag auf den Kopf weckten, blieben diese Damen und Herren davon verschont. 





Wenn man dann den Blick weiterschweifen läßt, sieht man das große Votivschiff mit dem Namen "Milder Herbst", das aus dem Jahre 1807 stammt. Votivschiffe sind typisch für Fischerkirchen. Sie sind das Modellschiff von richtigen Schiffen, die über die Weltmeere segelten. Ihre Besatzung fühlte sich sicherer, wenn ihr kleines Gegenstück in ihrer Heimatkirche hing.
  


Wir nähern uns jetzt langsam dem Altar, aber vorher kommen wir noch an der Gestühlswange mit Lutherbild vorbei.

Es stammt aus dem Jahr 1564 und ist das älteste Bild Luthers, das es in Schleswig-Holstein gibt.













Jede einzelne Gestühlswange ist eine wunderschöne Holzschnitzerei und an den Türen sind Namen eingearbeitet.
Meinen heutigen Bericht möchte ich aber nicht beenden, bevor ich euch noch etwas über die wunderschönen Kirchenfenster erzählt habe. Die ursprünglichen bunten Kirchenfenster konnten über die Jahrhunderte nicht erhalten werden und so stiftete der Gutsbesitzer Robert Schröder aus Österdeichstrich 1908 das Fenster links neben dem Altar. Das Fenster trägt den Titel "Christus als Sämann". Christus sät die gute Saat Gottes aus.
  Das Fenster links neben dem Altar wurde vom Fischereiverein im Jahre 1911 gestiftet und zeigt Christus und das Meer und stellt den hilflosen Petrus dar, der fast im Meer versinkt, aber durch die Hand Christus' gerettet wird.
Das dritte alte Kirchenfenster stammt aus dem Jahr 1939 und wurde der Kirche von einem dankbaren Kurgast mit Namen Oldenburg aus Lübeck geschenkt, der seine Gesundheit durch den Aufenthalt bei uns in Büsum wiedererlangt hatte.
Das Bild zeigt den heiligen Samariter.

Hier endet mein heutiger Rundgang durch unsere Fischerkirche, aber wir sind natürlich noch lange nicht am Ende. Es gibt noch so viel zu erzählen. Ich freu mich schon drauf und ihr hoffentlich auch!

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Noch ein neues Großprojekt

Moin aus Büsum

Noch ein neues Hotel für Büsum