Mittwoch, 24. Februar 2021

Moin aus Büsum

 

                                             (Foto: DLZ vom 20.02.21 - durch einen Klick könnt ihr das Foto vergrößern)

Der Meeresspiegel steigt durch den Klimawandel stetig an, das wissen wir alle. Damit die Küstenregionen vor dem Wasser geschützt werden, gibt es Deiche und in Dithmarschen beträgt diese Deichlinie 82 Kilometer. Würde es diesen Schutz nicht geben, wären bei einer Sturmflut 60-70% unseres schönen Landkreises überflutet. 

Natürlich müssen unsere Deiche regelmäßig kontrolliert werden, denn kleine Tiere wie Mäuse, Kaninchen oder Maulwürfe graben ihre Gänge dort hindurch. Aber auch freilaufende Hunde können die Qualität der Deiche gefährden ( leider wurde in dem Bericht nicht näher darauf eingegangen und deshalb denke ich, dass es vielleicht dadurch kommt, wenn Hunde simulieren einen Knochen zu vergraben?) Jedenfalls ist das ein Grund, weshalb die Hunde auf Wunsch des LKN (Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein), die für den Schutz der Deiche zuständig sind, ganzjährig an der Leine geführt werden sollten. Schafe sorgen dafür, dass die Deichnarbe festgetrampelt wird und der Rasen immer "kurz geschnitten" ist.  

2014 wurde bei uns in Büsum der erste sog. Klimadeich Schleswig-Holsteins nach 2-jähriger Bauzeit fertiggestellt. Die Besonderheit der Klimadeiche ist die breite Deichkrone und der flachere Auslauf zur Wasserseite. Unser Deich wurde bei der Modernisierung um 30cm erhöht und die Deichkrone von 2,5m auf 5m verbreitert. Ein wesentlicher Vorteil der neuen Bauweise ist es, dass bei Bedarf die Deichkrone ohne großen Aufwand erhöht werden kann.  

Bestimmt könnt ihr euch noch an dieses riesige Bauvorhaben erinnern!!! Es hat damals ganze 2 Jahre gedauert!!!





Es ist aber nicht nur wichtig, dass die Deiche gepflegt werden. Es muß auch sog. Deichvorland geschaffen werden, um die Wellen zu brechen und das Wasser zu beruhigen. Diese Lahnungen kann man in Hedwigenkoog sehen. 


Zwischen die Pfahlreihen, die sich im vorderen Teils des Watts befinden, werden Reisigbündel gelegt, in denen sich kleine Schwebeteilchen festsetzen können. Sie bilden den Nährboden für die Queller-Pflanze, die sich wiederum weiter ausbreitet. Auch andere Pflanzen finden dort ihren Nährboden. So entstehen Salzwiesen. Sie bilden einen zusätzlichen Schutz vor Sturmfluten und sind zumindest an den Deichabschnitten wichtig, an denen der Deich nicht durch zusätzliche Pflasterungen geschützt ist.

Das Wasser wird in den nächsten Jahren weiter steigen und vielleicht nimmt auch die Intensität der Sturmfluten zu, aber ich bin sicher, dass wir gut dagegen geschützt sind.

Ich wünsche euch schöne Tage und bleibt gesund,

eure Nina


          

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Moin aus Büsum